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Kraftwerksanimation

Kraftwerksgruppe Sellrain-Silz

Die Kraftwerksgruppe Sellrain-Silz besteht aus 2 Kraftwerksstufen, dem Oberstufenkraftwerk Kühtai mit dem Speicher Finstertal, und der Unterstufe, dem Kraftwerk Silz mit dem Zwischenspeicher Längental. Alle Anlagen sind durch ein ausgedehntes Stollen- und Schachtsystem miteinander verbunden. Das Wasser für den Betrieb der Kraftwerksgruppe stammt aus einem 139 Quadratkilometer großen Einzugsgebiet in den Stubaier Alpen auf einer Seehöhe von über 2.000 m.

Kraftwerk Kühtai - Krafthaus Kühtai

Am Ufer des Längentalspeichers befindet sich das Schachtkraftwerk Kühtai. Seine beiden Maschinensätze befinden sich am Grund eines 82 m tiefen zylinderförmigen Schachtes, der einen Durchmesser von 30 m aufweist. Das Kraftwerk ist mit zwei Francis-Pumpturbinen ausgestattet. Die Maschinensätze arbeiten je nach Drehrichtung entweder als Turbinen oder als Pumpen.

Kraftwerk Kühtai - Krafthaus Kühtai - Turbinen-Betrieb

Im Turbinen-Betrieb wird das Wasser vom Speicher Finstertal über eine Druckrohrleitung der Turbine zugeführt, die wiederum einen Generator in Bewegung setzt, der letztendlich Strom erzeugt. Anschließend fließt das Wasser in den Speicher Längental und wird dort zwischengespeichert.

Kraftwerk Kühtai - Krafthaus Kühtai - Pump-Betrieb

Im Pump-Betrieb wird das Wasser in Stunden mit niedrigem Strombedarf, insbesondere in der Nacht, vom tiefer liegenden Speicher Längental in den höher liegenden Speicher Finstertal 400 m hochgepumpt. Die beiden Maschinen können eine Wassermenge von 66 m³ pro Sekunde hochpumpen – das entspricht ungefähr dem Rauminhalt eines Wohnzimmers.

Kraftwerk Kühtai - Speichersee Finstertal

Der auf 2.300 m Seehöhe gelegene Speicher Finstertal oberhalb des Tourismusortes Kühtai bildet das Herzstück der Kraftwerksgruppe Sellrain-Silz. Der Speichersee hat ein Fassungsvermögen von 60 Mio. m³. Der bis zu 149 m hohe und an der Krone bis zu 650 m lange Steinschüttdamm integriert sich trotz seiner beindruckenden Dimensionen bestens in die Landschaft.

Kraftwerk Kühtai - Speichersee Längental

400 m unterhalb des Speichers Finstertal, auf 1.900 m Seehöhe, liegt der Speicher Längental, in dem ein Großteil des beigeleiteten Wassers aus den Stubaier Alpen mündet. Sein Fassungsvolumen beträgt mit 3 Mio. m³ jedoch nur ein Zwanzigstel jenes des Speichers Finstertal. Mit dem Wasser des Speichers wird je nach energiewirtschaftlichen Erfordernissen entweder im 1.258 m tiefer gelegenen Kraftwerk Silz im Inntal Strom erzeugt, oder mittels der beiden Pumpturbinen des Kraftwerks Kühtai in den Speicher Finstertal zur "Lagerung" hochgepumpt.

Kraftwerk Kühtai - Tiroler Wehr

Für die Fassung der Bäche wurde eine im Hochgebirge bereits lange bewährte Bauweise gewählt, die als "Tiroler Wehr" bezeichnet wird. Die Wasserentnahme aus dem Bachbett ist auf eine festgelegte Wassermenge beschränkt. Sie erfolgt über ein Grundwehr mit liegendem Grobrechen. Nach dem Wehr ist eine Entsanderkammer angeordnet, in der sich Sand und Steine absetzen. Das von Feststoffen freie Wasser gelangt anschließend in einen Stollen, von wo es dem Speicher zugeführt wird.

Kraftwerk Silz

Das Kraftwerk Silz nutzt das Wasser vom 1.258 m höher gelegenen Speicher Längental. Das Kraftwerk gehört zu den leistungsstärksten Kraftwerken Österreichs. Das Kraftwerksgebäude ist direkt am Fuße eines Bergmassives zwischen den Orten Silz und Stams gelegen und hebt sich kaum von der Umgebung ab.

Kraftwerk Silz - Turbinen-Betrieb

Über die Verteilrohrleitung wird das Wasser den beiden mächtigen Pelton-Freistrahlturbinen zugeführt. Die Wasserstrahlen treffen dabei über die sechs Düsen mit einer Geschwindigkeit von ca. 500 km/h und einer Kraft von 35 Tonnen auf die Becher des Turbinenlaufrades. In nur 2 Minuten kann vom Stillstand aus mit beiden Maschinen die volle Leistung von 500 MW erreicht werden.

Gesamtflug Umgebung - Kraftwerksgruppe Sellrain-Silz

Die Kraftwerksgruppe Sellrain-Silz besteht aus dem Jahrespeicher Finstertal, dem Kraftwerk Kühtai am Ufer des auf 1.900 m Seehöhe gelegenen Zwischenspeichers Längental, sowie dem 1258 m tiefer im Inntal liegenden Kraftwerk Silz.

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