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Virtuelles PV-Kraftwerk der TIWAG

Die Photovoltaik ergänzt die heimische Wasserkraft zur Erzeugung elektrischer Energie aus erneuerbaren Energiequellen. Die TIWAG betreibt an mehreren Tiroler Standorten PV-Anlagen mit einer installierten Leistung von insgesamt knapp 500 kWp und einer mittleren Jahreserzeugung von derzeit insgesamt ca. 480.000 kWh. Sie sind als virtuelles PV-Kraftwerk organisiert.

In 2017 wurde dieser PV-Erzeugungspark mit Anlagen im Bereich des Achenseekraftwerkes in Jenbach und am Standort des Fernheizwerkes der Stadtwärme Lienz Produktions- und Vertriebs-GmbH erweitert.

Der Standort Jenbach symbolisiert zudem die Enabler Rolle der Wasserkraft für die Photovoltaik: Speicher- und Pumpspeicherkraftwerke unterstützen wesentlich die Systemstabilität und die Versorgungssicherheit, indem sie zu jeder Zeit unter anderem die kurzzeitigen Erzeugungsschwankungen der Photovoltaik ausgleichen und zudem die Verlagerung des PV-Sommer-Erzeugungsüberschusses in den Winter sicherstellen. Dieser Flexibilisierungsbedarf steigt künftig überproportional.

TIWAG Photovoltaikanlagen Photovoltaikanlage - BM-FHKW Kufstein Photovoltaikanlage - Ökostromkraftwerk Dorferbach Photovoltaikanlage - BMFHKW Stadtwärme Lienz Photovoltaikanlage – Bohrkernlager Ötztal Bhf. Photovoltaikanlage - Kraftwerk Kanzingbach Photovoltaikanlage - Achenseekraftwerk Photovoltaikanlage – Lärmschutzwand Vomp - Fiecht Photovoltaikanlage - TIWAG HVW Photovoltaikanlage - TIWAG-Netz AG Thaur Betriebsgebäude B

Primäres Ziel der TIWAG für die Errichtung und den Betrieb dieser Anlagen ist der Kenntnis-Gewinn zur Technologieentwicklung, zum PV-Erzeugungsverhalten unter meteorologischen Verhältnissen, wie sie für Tirol standorttypisch sind, sowie zum Zusammenspiel der PV mit der Wasserkraft und dem Tiroler Verbrauchsverhalten. Nicht zuletzt deshalb wurden die Anlagen des TIWAG-PV-Parks über das gesamte Versorgungsgebiet verteilt errichtet.

Virtuelles PV-Kraftwerk

Die Photovoltaik deckt heute insgesamt etwa 1,5 % des öffentlichen elektrischen Endverbrauchs in Tirol. Mit ihrem weiteren Ausbau ist zu rechnen. In den kommenden 10 Jahren erwarten wir darüber hinaus infolge der großflächigen Einführung smarter Komponenten in Netzen und Gebäuden einen Technologie-Schub für die Energieversorgung. Die informationstechnische Vernetzung von Anlagen aller Größenordnungen und Technologien zur Stromerzeugung, des konventionellen Verbrauchs, für die Raumklimatisierung, für die zentrale und dezentrale Speicherung sowie der E-Mobilität wird viele Teile des Energieversorgungssystems betreffen. So werden elektrisch betriebene Wärmepumpen und Elektromobilität in diesem smarten System das Rückgrat der Sektorkopplung im Tiroler Energiesystem bilden.

Als konsequenten Innovationsschritt hat die TIWAG ihren PV-Anlagenpark auf den letzten Stand der Technik mit smarten Komponenten hochgerüstet und betreibt ihn als virtuelles Kraftwerk. Der PV-Anlagenpark ist in den TIWAG-Kraftwerkspool voll integriert. Dies liefert wertvolle Erkenntnisse für die strategische Konzeption eines sicheren und stabilen Betriebs des Tiroler Energiesystems des 21. Jahrhunderts.

Stromerzeugung mit PV

Die PV-Stromerzeugung ist tagsüber und im Jahresgang vom Sonnenstand in Kombination mit Nah- (Gebäude, Bäume, …) bzw. Fernverschattungen (Gebirge) bestimmt. Die Erzeugung eines Wintermonats beträgt lediglich ca. 30 bis 40 % der Erzeugung eines Sommermonats. Bewölkung und Schneebelag führen darüber hinaus zu signifikanten und ggf. sprunghaften (volatilen) Abweichungen der tatsächlichen Erzeugung von den Erwartungswerten. Diese Dynamik ist schwer prognostizierbar und führt im europäischen Stromsystem bereits heute zu Herausforderungen für die Aufrechterhaltung der Systemstabilität und Versorgungssicherheit, die zunehmen werden.

Stationäre Batteriespeicher im Gebäude oder Batteriespeicher der Elektromobilität sind nur in der Lage PV-Energie von den Mittagsstunden in die Abendstunden zu verlagern bzw. kurzzeitige Erzeugungsschwankungen auszugleichen. Eine Saisonspeicherung mit Hilfe von Batteriespeichern ist weder dezentral/gebäudeintegriert noch zentral technisch und wirtschaftlich sinnvoll. Um daher die wertvolle PV-Überschussenergie des Sommers im Winter zur Verfügung zu haben, ist die verlustarme saisonale, Zwischenspeicherung mit Hilfe der Pumpspeicher mit großen Speichervolumina nötig.

Unsere größeren PV Anlagen:

Stadtwärme Lienz Sonnensegel Stadtwärme Lienz Sonnensegel

Photovoltaikanlage - BMFHKW Stadtwärme Lienz

Bei der Errichtung des Biomasse-Fernheizkraftwerkes der Stadtwärme Lienz wurde ein „Sonnensegel“ - bestückt mit Solarthermiemodulen - montiert. Aufgrund des Alters der Module wurde die Solarthermieanlage 2017 durch eine moderne Photovoltaikanlage ersetzt. Um eine dichte Konstruktion zu gewährleisten, befindet sich unter der PV-Anlage ein Trapezdach, welches auch als Unterkonstruktion für die PV-Module dient.
Sämtliche Wechselrichter sowie der AC-Verteiler befinden sich am Dach unterhalb der Stahlkonstruktion.

Die Anlage wird als Überschusseinspeiser betrieben.

Gesamtleistung:104,16 kWp
Inbetriebnahmedatum:13.07.2017
Module (monokristallin):372 Stk. (je 280Wp)
Ausrichtung:Süden
Modulneigung:15° - 65°
Jahresenergieertrag:ca. 120.000 kWh

 

 

 

Stadtwärme Kufstein Stadtwärme Kufstein

Photovoltaikanlage - BM-FHKW Kufstein

Auf der Südwestfassade des FHKW Kufstein wurde eine 7,2 kWp Anlage installiert. Mit der PV – Anlage wurde eine Luftansaugöffnung überbaut.

Die erzeugte Energie wird in das Netz der Stadtwerke Kufstein eingespeist.

Gesamtleistung:7,2 kWp
Inbetriebnahmedatum:März 2004
Module:72 Stk. (100 Wp pro Modul)
Ausrichtung:Aufbau auf der Südwestfassade des FHKW
Modulneigung:75°
Jahresenergieertrag:4500 kWh

 

 

 

Bohrkernlager Oetztal-Bahnhof Wechselrichter sowie der AC-Zählverteiler

Photovoltaikanlage – Bohrkernlager Ötztal Bhf.

Am Dach des Bohrkernlagers Ötztal-Bhf. wurde eine PV-Anlage auf den südöstlichen Dachhälften montiert. Die Montage erfolgte kostengünstig dachparallel. Die Wechselrichter sowie der AC-Zählverteiler befinden sich im Inneren der Halle.

Gesamtleistung:133,38 kWp
Inbetriebnahmedatum:19.03.2015
Module (polykristallin):513 Stk. (je 260 Wp)
Ausrichtung:Süd-Osten
Modulneigung:15°
Jahresenergieertrag:127.000 kWh
Photovoltaikanlage - Wasserkraftwerk Kanzingbach Photovoltaikanlage Kraftwerk Kanzingbach

Photovoltaikanlage - Wasserkraftwerk Kanzingbach

Das Wasserkraftwerk Kanzingbach wurde 2014 errichtet und 2015 in Betrieb genommen. Am Dach der Kraftwerksanlage wurde zusätzlich eine Photovoltaikanlage installiert. Zur Ausführung kam eine aufgeständerte Aufdachanlage. Die Unterkonstruktion wurde direkt auf das Umkehrdach der Kraftwerksanlage positioniert und mit Schotter entsprechend ballastiert.

Gesamtleistung:16,00 kWp
Inbetriebnahmedatum:18.12.2014
Module (polykristallin):64 Stk. (je 250 Wp)
Ausrichtung:Süd
Modulneigung:24°
Jahresenergieertrag:18.500 kWh
Photovoltaikanlage - Ökostromkraftwerk Dorferbach Anzeige der aktuellen Leistung der Photovoltaikanlage und des Wasserkraftwerkes.

Photovoltaikanlage - Wasserkraftwerk Dorferbach

Die Photovoltaikanlage wurde in die Fassade der Kraftwerksanlage Dorferbach integriert. Um diese Anlage optisch besser in das Gebäude einbinden zu können, wurden die Module gleich wie die Steinfassade in der Farbe grün ausgeführt. Die 16 Stk. Solarmodule arbeiten im Netzparallelbetrieb. Eine Anzeige informiert über die aktuelle Leistung der Photovoltaikanlage und des Wasserkraftwerkes.

Gesamtleistung:2,8 kWp
Inbetriebnahmedatum:13.11.2006
Module (polykristallin):16 Stk. (177 Wp je Modul)
Ausrichtung:Süden
Modulneigung:90°
Jahresenergieertrag:1.800 kWh
Ein Mover der Photovoltaikanlage - Achenseekraftwerk Photovoltaikanlage - Achenseekraftwerk

Photovoltaikanlage - Achenseekraftwerk

Beim Achenseekraftwerk in Jenbach wurde als Innovationsschritt der erste Solarpark Tirols gebaut. Die Photovoltaikanlage wird 2-achsig dem Sonnenstand nachgeführt. In Jenbach wurden alle 3 von SOLON produzierten Movertypen installiert.

Gesamtleistung:80,6 kWp
Inbetriebnahmedatum:23.10.2008
2 Stk. Mover XL High Performance:Nominalleistung je 17,8 kWp
2 Stk. Mover XL Poly:Nominalleistung je 13,8 kWp
2 Stk. Mover XL Eco:Nominalleistung je 14,4 kWp
Jahresenergieertrag:100.000 kWh
Photovoltaikanlage - Lärmschutzwand Vomp - Fiecht Photovoltaikanlage – Lärmschutzwand Vomp - Fiecht

Photovoltaikanlage – Lärmschutzwand Vomp - Fiecht

Die TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG hat zur Technikinnovation gemeinsam mit der ASFINAG, dem Lärmschutzwandlieferanten Forster und der ausführenden Firma der PV-Anlage ATB-Becker ein Lärmschutzwandelement entwickelt, auf dem die Module direkt befestigt werden können.
Diese realisierte Anlage ist die erste dieser Art. Durch die angepassten Lärmschutzwandelemente können kostengünstige Standardmodule verwendet werden.
Die Lärmschutzwand ist nach Süd-Ost (115° von Norden) ausgerichtet, somit trifft das Sonnenlicht am Nachmittag von hinten auf die Module. Besonders hier ist der eingebaute Datenlogger, der sämtliche Werte mitprotokolliert, wichtig.
Mittels dieser Aufzeichnung kann der Ertragsverlust durch die nicht optimale Ausrichtung nach Süden dokumentiert und mit den Simulationswerten verglichen werden.

Gesamtleistung:4,07 kWp
Inbetriebnahmedatum:31.07.2009
Module:22 Stk. (je 185 Wp pro Modul)
Ausrichtung:Süd-Osten (115° von Norden
Modulneigung:35°
Jahresenergieertrag:3.200 kWh
Photovoltaikanlage TIWAG-Hauptverwaltungsgebäude Photovoltaikanlage TIWAG-Hauptverwaltungsgebäude

Photovoltaikanlage - TIWAG Hauptverwaltung

Bei der Sanierung des TIWAG-Hauptverwaltungsgebäudes wurde eine Photovoltaikanlage am Dach installiert. Bedingt durch die verschiedenen Ausrichtungen sowie der Verschattungssituation wurde ein System mit Leistungsoptimierern je Modul installiert. Dieses System regelt jedes einzelne Modul auf den optimalen Betriebspunkt und gewährleistet weiters im Brandfall eine sichere Abschaltung der DC-Spannung.

Eingespeist wird in das Netz der Innsbrucker Kommunalbetriebe

Gesamtleistung:21,25 kWp
Inbetriebnahmedatum:17.12.2012
Module (monokristallin):85 Stk. (je 250 Wp)
Ausrichtung:
30 Module:11° von Süden Richtung Osten - Anstellwinkel 30°
28 Module:97° von Süden Richtung Osten - Anstellwinkel 30°
27 Module:81° von Süden Richtung Westen - Anstellwinkel 23°
Jahresenergieertrag:20.549 kWh
Photovoltaikanlage - TIWAG-Netz AG Thaur Betriebsgebäude B Die Anlagenausführung erfolgte als fix aufgeständerte Anlage. Wechselrichter inkl. notwendiger Schaltgeräte

Photovoltaikanlage - TIWAG-Netz AG Thaur Betriebsgebäude B

Das Betriebsgebäude B der TIWAG-Netz AG wurde 2011 erweitert. Das bestehende Gebäude wurde in östlicher Richtung verlängert. Im Zuge dieser Baumaßnahmen wurde auf den Dächern des Bestandsgebäudes und des Zubaus eine Photovoltaikanlage errichtet.
Die Anlagenausführung erfolgte als fix aufgeständerte Anlage. Um einen sicheren Halt des ganzen Systems zu gewährleisten, wurde die Unterkonstruktion mittels verschraubten und eingeflämmten Konsolen an der Dachkonstruktion befestigt.

Die Wechselrichter inkl. notwendiger Schaltgeräte befinden sich auf den Ausstiegsbauwerken am Dach.

Gesamtleistung:25,00 kWp
Inbetriebnahmedatum:17.12.2011
Module (polykristallin):100 Stk. (je 250 Wp)
Ausrichtung:Süden
Modulneigung:32°
Jahresenergieertrag:25.240 kWh
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