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Monitoring

Monitoring: Schmetterlinge an der Innstaustufe Kufstein-Langkampfen

Nicht weniger als 741 verschiedene Schmetterlingsarten zählten Mitarbeiter der Naturwissenschaftlichen Sammlungen der Tiroler Landesmuseen im Rahmen einer Langzeitstudie im Gebiet der TIWAG-Kraftwerksstufe Langkampfen. Darunter befanden sich sogar 11 Erstfunde für Tirol. „Es handelt sich hier um eine beachtliche Artenvielfalt, die jedenfalls für eine intakte Aulandschaft spricht“, erklärte Prof. Dr. Gerhard Tarmann, wissenschaftlicher Leiter der Langzeitstudie und Kustos der Naturwissenschaftlichen Sammlungen der Tiroler Landesmuseen.

Die früher landwirtschaftlich intensiv genutzten Flächen westlich und südlich des Kraftwerkes zwischen Autobahn und Inn sowie östlich zwischen Inn und der Landesstraße Kufstein-Kirchbichl wurden im Zuge der Errichtung des Kraftwerkes in den 1990iger Jahren von der TIWAG gekauft und in eine Flussbegleitlandschaft umgestaltet. Auf jeder der beiden Innseiten wurde ein Umgehungsgerinne für Fische errichtet. Auf der Langkampfener Seite wurde eine Teichlandschaft angelegt, zur Autobahn hin ein Lärmschutzhügel aufgeschüttet und bepflanzt. Heute bilden die Ausgleichsflächen eine artenreiche, von Wasserläufen durchzogene Laubwaldgemeinschaft, die optisch ansprechend und naturnah wirkt. Zahlreiche Wasservögel und sogar eine größere Biberfamilie haben die Kraftwerksumgebung zu ihrem neuen Lebensraum auserkoren. Die beiden bereits vor dem Kraftwerksbau existierenden, geschützten Auwald-Bereiche haben sich gegenüber unseren ersten Untersuchungen 1988 nur unwesentlich verändert.

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