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Fischlift Runserau

Der Fischlift Runserau stellt als 1. Fischlift Österreichs ein innovatives Vorhaben dar. Dieser Bautyp wurde gewählt, um die Durchgängigkeit an der bestehenden Wehranlage Runserau am Inn mit beengten Platzverhältnissen und hohen Wasserspiegelschwanken im Oberwasser wiederherzustellen. Zwei Einstiege im Unterwasser und konventionelle Schlitzpassanlagen gewährleisten die Auffindbarkeit der Fischwanderhilfe. Das Fischliftbauwerk selbst entspricht den jüngst ausgeführten und funktionstüchtigen Ausführungsbeispielen aus dem europäischen Ausland. Die Förderhöhe des Liftes überragt die Höhe des Wanderungshindernisses, um eine Rückgabe der Fische im Oberwasser mit großer Entfernung zum Wanderungshindernis zu ermöglichen. Die Anbindung der Fischwanderhilfe wurde damit angesichts der gegebenen Strömungsverhältnisse unter- und oberwasserseitig optimiert.

Die Fischwanderhilfe wird im Wesentlichen in folgende Anlagenteile unterteilt:

  • Dotierwassereinlaufbauwerk
  • Dotierwasserabgabe über Stollen vom Einlaufbauwerk zum Schlitzpass.
  • Schlitzpassbauwerke „Vertical Slots“ mit Verteilbecken, 2 Einstiege, 25 Becken.
  • Fischlift (Hubhöhe 16,6 m)
  • Pumpenhaus mit Pumpenzuleitung zum Fischlift
  • Abschwemmleitung

Übersicht Anlagenteile Runserau

Fischlift Runserau

Erste Monitoringdaten

Am Fischlift Runserau wurden zwei dauerhafte Kontrolleinrichtungen zur Dokumentation des Fischaufstieges installiert: Ein VAKI-Riverwatcher im Schlitzpass und eine Kamera im Reusenkorb. Im Jahr 2016 wurden 1.393 Fische und im Jahr 2017 719 Fische mit dem Fischlift transportiert. Insgesamt wurden 4 Fischarten, die Bachforelle, die Regenbogenforelle, die Äsche und die Koppe transportiert. Insbesondere die Dokumentation der Laichwanderung der Äsche im Frühjahr und jene der Bachforelle im Herbst sind positiv hervorzuheben.

Weitere interessante Bilder und Details zum Fischlift Runserau:

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