X
Schnellnavigation und Seitenhilfe
Weitere Funktionen

Fischwanderhilfe Wenns

An der Wehranlage Wenns wurde Ende 2013 mit den Bauarbeiten an der Fischwanderhilfe begonnen und bereits im April 2014 konnten diese erfolgreich abgeschlossen werden. Das rund 140 m lange Bauwerk besteht aus der Kombination eines naturnahen Umgehungsgerinnes mit einem sogenannten „Schlitzpass“, sodass die Fische – in diesem Gewässerabschnitt hauptsächlich Bachforellen – das Wehr umgehen können. Ergänzend wird durch eine Dotiereinrichtung die ständige Abgabe der Mindestdotation von 600 l/s sichergestellt.

Als erstes Unternehmen Österreichs hat die TIWAG an der Fischwanderhilfe Wenns ein innovatives System für die Überprüfung der Funktionsfähigkeit dieser Fischwanderhilfe installiert: Neben Reusen- und Elektrobefischung bietet das automatische Fischzählsystem Riverwatcher der isländischen Firma VAKI eine fischschonende Alternative, deren Funktion bereits in europäischen Gewässern mit hoher Artenvielfalt nachgewiesen wurde.
Durch diese zwei aufeinanderfolgenden Lichtschranken (Infrarot), kann durch die Differenz in der Passagezeit die Schwimmrichtung festgestellt werden. Die bei der Passage von Fischen entstehende Unterbrechung einzelner Lichtsignale zwischen Diode und Empfänger führt zu einem Signal. Die Höhe eines jeden Fisches wird so genau bestimmt. Mittels der maximalen Höhe unmittelbar vor der Rückenflosse wird die Länge eines jeden Individuums berechnet. Die Signale der Lichtschranken werden mit Zeitstempel gespeichert und ergeben in der Auswertung am PC die charakteristische Silhouette des Fischs. Neben dieser wird die Passage unter Angabe der Richtung auch als solche gezählt. Die Daten werden mittels Fernübertragung zur TIWAG nach Innsbruck gesendet und dort ausgewertet.

scroll up