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Wasserkraftanlage Tumpen - Habichen, Ötztaler Ache

Wasserkraftanlage Tumpen - Habichen, Ötztaler Ache

Die Ötztaler Wasserkraft GmbH hat die Errichtung einer Wasserkraftanlage zur energiewirtschaftlichen Nutzung einer Gefällestufe der Ötztaler Ache zwischen Tumpen und Habichen begonnen. Errichtet wird ein Ausleitungskraftwerk, welches im Laufbetrieb arbeitet. Die projektierte Wasserkraftanlage besteht aus den Anlagenteilen Stauraum, Wasserfassung einschließlich Dotationskraftwerk und Fischaufstieg, Triebwasserweg, Maschinenhaus und Unterwasserkanal.

Die Projektgesellschaft ist ein Konsortium bestehend aus den beiden Projektgemeinden Umhausen und Ötz, der Auer Wasserkraft GmbH aus Umhausen und der TIWAG.

Der Stauraum hat ein Fassungsvermögen von nur rund 7000 m3 Wasser und dient ausschließlich der Wasserentnahme und nicht der zeitlichen Speicherung des Wasserdargebotes. Bis zu 22 m3/sec des ankommenden Wassers werden zur Energieerzeugung verwendet. Das Krafthaus steht in Habichen. Dort wird die Kraft des Wassers durch 3 Francis Turbinen in ökologischen Strom für 15.000 Haushalte verwandelt.

Die Rückführung des Wassers erfolgt über den unterirdischen Unterwasserkanal.

Die Projektgesellschaft ist ein Konsortium bestehend aus den beiden Projektgemeinden Umhausen und Ötz, der Auer Beteiligungs GmbH aus Umhausen und der TIWAG Beteiligungs GmbH.

Technische Eckdaten im Überblick:

Wasserwirtschaft  
Natürliches Einzugsgebiet 769,9 km²
Mittelwasserabfluss 26,5 m³/s (Pegel Tumpen)
Kraftwerk  
Ausbaudurchfluss QA 22,0 m³/s
Höhe Oberwasserspiegel (Stauziel) 919,00 müA
Höhe Unterwasserspiegel bei QA 841,80 müA
Bruttofallhöhe 77,20 m
Nettofallhöhe bei QA 75,37 m
Länge Triebwasserweg 1.000 m
Turbinen 3 Francis-Turbinen
Turbinenleistung max. 14,48 MW
Jahresenergieerzeugung rd. 61 GWh
Dotierkraftwerk  
Ausbaudurchfluss QA 4,0 m³/s
Bruttofallhöhe 3,20 m
Turbine 1 Wasserkraftschnecke
Turbinenleistung max. 103 kW
Jahresenergieerzeugung rd. 625.000 kWh
 

 

Projektstand

Basierend auf den vorliegenden Genehmigungen und aufgrund des drohenden Verfalles der naturschutzrechtlichen Genehmigung wurde die Realisierung im Frühjahr 2020, nach 12 Verfahrensjahren, begonnen. Die Inbetriebsetzung ist 2022 vorgesehen.
Über 85 % der Investitionen werden bei Tiroler Firmen getätigt werden. Über 95 % der beschäftigten Firmen und der bezogenen Leistungen kommen aus Österreich.

Häufig gestellte Fragen

Vergrößert das Kraftwerk die Hochwasser- und Murengefährdungen der Anwohner, ausgelöst durch den Acherbach?
Da der Acherbach oberhalb der Kraftwerksanlage in die Ötztaler Ache mündet, kann die Kraftwerksanlage diese Gefährdungen überhaupt nicht beeinflussen. Zudem ist das in den letzten Jahren errichtete Geschiebeauffangbecken mit 200.000 m3 Ablagerungsraum für ein Ereignis ausgelegt, welches durchschnittlich einmal in 150 Jahren auftritt.

Verändert die Kraftwerksanlage die Hochwassergefährdung der Ötztaler Ache für die Ortschaft Tumpen?
Die künftige Hochwassergefährdung der Ortschaft Tumpen wird nach Errichtung des Kraftwerkes geringer sein als jetzt. Dies wurde im Projekt und in den Verfahren sehr ausführlich behandelt und von den Sachverständigen auch bestätigt. Bei Eintritt des jährlich einmal zu erwartenden Hochwassers werden die Stauklappen automatisch gelegt. Durch die Sohleintiefung der Ache wird der Wasserspiegel des Hochwassers bei der Wehranlage um rund 1,5 m tiefer liegen als heute.

Kann die Kajak-WM auch nach Errichtung des Wasserkraftwerkes stattfinden?
Die Kajak-WM-Strecke startet an der Weller Brücke deutlich unterhalb der Wasser-Rückgabe. Im Bereich der WM Strecke finden deshalb auch keine Bauarbeiten statt. Da das Kraftwerk im Laufbetrieb betrieben wird, wird sich die Wasserführung durch die Kraftwerksanlage im Bereich der WM-Strecke nicht verändern. Die Durchführung der Kajak-WM wird durch die Kraftwerksanlage nicht beeinflusst.

 

Welche ökologischen Veränderungen sind in der Restwasserstrecke zwischen Wasserfassung und Rückgabe zu erwarten?
In der Restwasserstrecke wird die Wasserführung der Ache reduziert. Die reduzierte Wasserführung wird aber zu keiner Verschlechterung des Wasserkörpers führen. Dies wurde von unterschiedlichen Fachleuten beurteilt und auch vom Gutachter des WWF bestätigt.
Die Restwasserstrecke ist zudem ganzjährig für Wanderer wegen Felssturzgefahr gesperrt.

 

Für nähere Informationen steht Ihnen gerne der Geschäftsführer der Gesellschaft Herr Dipl.-Ing. Klaus Mitteregger unter 0699 12572365 oder der Baumeister Herr Klaus Auer unter 0664 4214455 zur Verfügung.

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