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Tiwag News

Erweiterung der Kraftwerksgruppe Sellrain-Silz

Die TIWAG plant die Erweiterung der Kraftwerksgruppe Sellrain-Silz um das Pumpspeicherkraftwerk Kühtai. 2009 reichte die TIWAG die Projektunterlagen zur Genehmigung bei der UVP-Behörde ein, im Juni 2016 wurde von der UVP-Behörde beim Land Tirol der positive Bescheid in erster Instanz ausgestellt. Jetzt hat das Bundesverwaltungsgericht (BVwG) in Wien in zweiter Instanz seine Erkenntnis über die Änderung des UVP-Genehmigungsbescheids übermittelt und damit grundsätzlich grünes Licht für den Ausbau gegeben.

„Wir freuen uns, dass das Erkenntnis des Bundesverwaltungsgerichtes die rechtskräftige Genehmigung des Vorhabens bestätigt – damit haben wir den nächsten Schritt zur Realisierung des Ausbauprojektes SKW Kühtai gemacht“, betont TIWAG-Vorstandsdirektor Johann Herdina: „Zunächst gilt es für uns, die Inhalte und Details der übermittelten Unterlagen eingehend zu studieren und zu prüfen. Mögliche weitere Schritte bedürfen darüber hinaus in jedem Fall der Genehmigung der sozietären Organe der TIWAG.“

Seitens des Bundesverwaltungsgerichts wurden weitere Auflagen formuliert, die unter anderem am Inn zwischen Stams und Rietz eine Revitalisierungsmaßnahme vorsehen und weiters die Mündungspassierbarkeit des Herztalbaches und des Leiblfinger/Pettnauer Gießen betreffen. Zusätzlich wird eine Ersatzmaßnahme im Umfang von 2,5 ha für den Verlust von Feuchtlebensräumen vorgeschrieben.

Wertvolle Ausgleichs- und Regelenergie

Seit der Eröffnung der Kraftwerksgruppe Sellrain-Silz 1981 produzieren die Kraftwerke Kühtai und Silz mit den beiden Speichern Finstertal und Längental jährlich 450 Gigawattstunden (GWh) sauberen und CO2-freien Strom aus natürlichem Zufluss. Zur besseren Nutzung der Wasserkraft plant die TIWAG den Ausbau dieser Kraftwerksgruppe um ein Speicherkraftwerk, das im Wesentlichen aus drei Anlagenteilen besteht: dem neuen Speichersee Kühtai, dem Pumpspeicherkraftwerk Kühtai 2 und dem Beileitungsstollen, über den Wasser aus dem Stubai- und dem Ötztal zum Speicher geführt wird. Mit Hilfe des neuen Speichers wird die Wasserspeicherkapazität der Bestandsanlage um rund 50 Prozent erhöht.

Mit flexibler Stromerzeugung je nach Bedarf kann wertvolle Ausgleichs- und Regelenergie bereitgestellt werden, um schwankende Erzeugungsbeiträge aus Wind- oder Sonnenenergie im Sinne der Netzstabilität auszugleichen.

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