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Tiwag-News

Freie Fahrt für Fische und Wassersportler beim Brunauer Wehr

Neun Monate nach Baubeginn ist die Renaturierung beim Brunauer Wehr abgeschlossen. Durch die Neugestaltung des Gewässerabschnitts im unteren Bereich der Ötztaler Ache wird ein neuer Lebensraum für Fische und andere Wasserlebewesen erschlossen. Die Entnahme für die Bewässerung der Obstanbauflächen in Haiming bleibt gesichert. Auch die Wildwassersportler im Ötztal profitieren und finden ab sofort eine durchgängige Flusspassage vor. 

Die TIWAG hat insgesamt rund drei Mio. Euro in die Baumaßnahmen investiert. Damit ist ein rund neun Kilometer langer Flussabschnitt der Ötztaler Ache wieder mit dem Flusssystem des Inn verbunden. „Die Aufrechterhaltung des ökologischen Gleichgewichts in unseren Flüssen ist uns als Landesenergieversorger ein zentrales Anliegen“, betont TIWAG-Vorstandsdirektor Johann Herdina: „Mit der Beseitigung dieser Querverbauung kann die Ötztaler Ache in diesem Bereich wieder frei fließen und ist mit dem Flusssystem des Inn verbunden. Eine weitere Maßnahme ist im Bereich der Stamser Innauen vorgesehen. Hier werden wir im Herbst mit den Renaturierungsarbeiten beginnen.“ Beim Brunauer Wehr wurde die Gewässersohle auf einer Länge von 300 Metern angehoben und mit großen Wasserbausteinen gesichert. „Die Herstellung eines möglichst naturnahen Erscheinungsbilds war uns bei der Umsetzung sehr wichtig. Auf dieser Grundlage wird der Fluss in den kommenden Monaten und Jahren nun selbst und auf eine natürliche Weise die Ausgestaltung des Abschnittes übernehmen und neue Lebensräume schaffen“, ergänzt TIWAG-Flussbauexperte Stefan Thonhauser.

„Auch für den Rafting- und Kajaksport im Ötztal ist diese barrierefreie Fahrt eine echte Erleichterung, freut sich Marcel Pachler, Obmann des Tiroler Raftingverbands: „Bisher durfte dieser Abschnitt aufgrund gefährlicher Rückströmungen der Wehranlage nicht befahren werden. Das Ausbooten und das Umtragen ist künftig nicht mehr notwendig und eine durchgehende Fahrt bis zur Inneinmündung möglich.“ 

Auf die Bewässerung der landwirtschaftlichen Flächen hat der Wehrumbau indes keine Auswirkungen. Vor allem für den Obstanbau rund um Haiming ist das Wasser der Ötztaler Ache eine wichtige Lebensgrundlage. „Mit diesem Projekt wurden alle Interessen unter einen Hut gebracht. Sowohl der Mensch als auch die Natur haben davon einen nachhaltigen Nutzen“, sind sich die Bürgermeister Manfred Köll, Josef Leitner und Wassergenossenschaftsobmann Hubert Wammes einig.
 

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