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Tiwag News

Instandhaltungsmaßnahmen am Gepatsch-Speicher

Für eine umfassende, von der Behörde vorgeschriebene Kontrolle der Kraftwerksanlage sowie für durchzuführende Instandhaltungsmaßnahmen hat die TIWAG im vergangenen Winter den Wasserstand im Kaunertaler Gepatsch-Speichersee abgesenkt. Die im Zuge dieser Arbeiten entstandenen Sedimentanlandungen vor den Einlaufbauwerken wurden zwischenzeitlich mittels eines Saugbaggerschiffes umgelagert. Seit 30. Mai ist das Kraftwerk wieder in Vollbetrieb, inklusive des neuen Druckschachtes, der exakt im Terminplan und im Rahmen der budgetierten Kosten realisiert wurde.

Sämtliche auferlegte Vorgaben für die einzuhaltende Wasserqualität am Inn konnten erfolgreich eingehalten werden. Bereits damals hat die TIWAG jedoch angekündigt, dass nachträgliche Arbeiten notwendig sind.

Keine weitere Absenkung erforderlich

Diese sollen im Zeitraum September bis Dezember 2017 erfolgen, kündigt TIWAG-Vorstandsdirektor Johann Herdina an: „Es geht dabei insbesondere um die im vergangenen Winter nicht abgeschlossenen Arbeiten am unteren Triebwassereinlauf, wo ein neuer Einlaufrechen installiert werden muss. Ebenfalls von der Behörde vorgeschrieben ist der dauerhafte Verschluss des unteren Grundablasses, was mit einer Betonplombe umgesetzt wird.“
Eine nochmalige Seeabsenkung ist für diese Arbeiten nicht erforderlich. Diese werden von Spezialtaucherfirmen in Unterwasserbauweise ausgeführt. Somit wird es durch die auszuführenden Arbeiten auch keine Beeinträchtigungen durch Gewässertrübungen am Inn unterhalb des Kraftwerkes Prutz geben. Auswirkungen auf das Ökosystem und die Fischereiausübung am Inn sind ausgeschlossen.
Diese vorgesehenen Maßnahmen werden derzeit von der zuständigen Behörde geprüft. Am Dienstag, 25.10.2016 fand dazu eine öffentliche Bürgerinformation in der Wirtschaftskammer Landeck statt, in deren Rahmen unter anderem ein Ausblick auf die weiteren Arbeiten gegeben wurde.

TIWAG investiert in sichere Anlagen

Aus aktuellem Anlass informierte die TIWAG über die hohen Sicherheitsanforderungen und -vorkehrungen bei den eigenen Kraftwerken. So werden – zusätzlich zu den laufenden Instandhaltungsmaßnahmen – die Staudämme einmal pro Jahr einer strengen Überprüfung unterzogen. In enger Abstimmung mit den Gemeinden gibt es zudem ein eigenes Flutwellenalarmsystem.
„Die TIWAG investiert jährlich rund 20 Mio. Euro allein in die Instandhaltung und damit in die Sicherheit der Anlagen. Diese werden zusätzlich rund um die Uhr von unseren Experten überwacht. In den Neubau des Druckschachtes Kaunertal flossen zuletzt rund 170 Mio. Euro“, bestätigt Herdina.

Fakten zum Gepatsch-Speicher

Der Gepatsch-Speicher speist das Kaunertalkraftwerk und nutzt dabei das rund 900 Meter hohe Gefälle zwischen dem hinteren Kaunertal und dem Standort in Prutz. Der Stausee verfügt über einen Nutzinhalt von 139 Mio. m³. In einem Regeljahr werden rund 323 Mio. m³ eingezogen und 661 GWh Strom erzeugt. Bei seiner Fertigstellung im Jahr 1964 war der Gepatschdamm der zehnthöchste Schüttdamm der Welt, heute ist er noch immer der höchste geschüttete Damm Österreichs. Seine Dammkrone ist 600 Meter lang, die größte Höhe über der Gründungssohle beträgt 153 Meter.

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