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Tiwag News

Kraftwerk Tauernbach: TIWAG erwartet grünes Licht

Die TIWAG plant im Matreier Ortsteil Gruben die Errichtung eines neuen Ausleitungskraft-werks. Seit Planungsbeginn im Jahr 2006 sind mehrere Varianten intensiv geprüft worden. In enger Zusammenarbeit mit der Standortgemeinde wurde 2013 das abgestimmte Projekt bei der zuständigen Behörde eingereicht. Bis Ende Mai rechnet die TIWAG mit der Zustellung des Bescheids.

„Unser geplantes Kraftwerk in Osttirol schafft eine doppelte Wertschöpfung im Bezirk. Allein im Zuge der Bauphase investieren wir über 90 Mio. Euro. Zudem wird der erzeugte Strom in der Region verbraucht“, betont TIWAG-Vorstandsdirektor Johann Herdina, der realistischerweise von Einsprüchen ausgeht. Somit werden noch weitere Instanzen befasst. Die TIWAG geht daher von einem Baubeginn frühestens im Jahr 2023 aus. 

Baubeginn frühestens 2023
Der Neubau ist als Ausleitungskraftwerk mit einer Wasserfassung im Bereich der Schildal-men und einem Krafthaus direkt unterhalb der Pumpstation der Transalpine Ölleitung (TAL) geplant. Der Triebwasserweg untergliedert sich in zwei Teilbereiche, einem Druckstollen im oberen Streckenabschnitt (ca. zwei Kilometer Länge) sowie einer erdverlegten Druckrohrlei-tung vom Stollenende bis zum Krafthaus (ca. sechs Kilometer). Dabei sind auch zwei Querungen der TAL und des Tauernbachs erforderlich. 

Trotz des geringen Flächenverbrauchs sind großzügige Ausgleichs- und Minderungsmaß-nahmen, speziell für die Gewässerökologie, vorgesehen. Die geplante Bauzeit beträgt ca. 3,5 Jahre. Nach Fertigstellung kann die neue Anlage durchschnittlich 85 Gigawattstunden (GWh) Strom produzieren. Diese Menge entspricht dem jährlichen Bedarf von über 20.000 Haushalten. Damit wäre Tauernbach-Gruben nach Amlach (Regeljahreserzeugung: 219 GWh) das leistungsstärkste Kraftwerk im Bezirk. 

Schwarzach vor Entscheidung
Bei der geplanten Erweiterung des TIWAG-Wasserkraftwerks Schwarzach steht unterdessen noch die naturschutzrechtliche Bewilligung aus. Hier rechnet die TIWAG ebenfalls mit einer Entscheidung vor dem Sommer. Durch einen Zubau beim Krafthaus könnte die Jahresstromerzeugung von 61 auf 83 Gigawattstunden gesteigert werden. Auch bei diesem Projekt werden Beschwerden an das Landesverwaltungsgericht erwartet. Ein Baustart ist demnach abhängig vom weiteren Verfahrensverlauf. Die Projektkosten betragen rund 17 Mio. Euro.

Für weitere Auskünfte:

TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG

DI Johann Herdina

Vorstandsdirektor

T 050607 – 21011

 

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