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Tiwag-News

Kühtai-Ausbau: Zuschlag für Hauptbaulos erfolgt

Nach der behördlichen Genehmigung des Ausbauprojekts im Kühtai geht es jetzt Schlag auf Schlag: Die Ausschreibung für das Hauptbaulos ist abgeschlossen, der Zuschlag erging an das heimische Konsortium Swietelsky-Jäger-Bodner. Das Auftragsvolumen beträgt 425 Mio. Euro. Die TIWAG wird fast eine Milliarde Euro in die Erweiterung und Optimierung der bestehenden Anlage investieren.

Arbeitsplätze und Wertschöpfung

„Gerade in Zeiten wie diesen ist das derzeit größte und wichtigste Ausbauprojekt der TIWAG ein wichtiger Konjunkturmotor für die heimische Bauwirtschaft. Bereits im kommenden Frühjahr wird mit den Hauptarbeiten im Kühtai begonnen. Im Zuge der fünfjährigen Bauzeit werden rund 500 Mitarbeitende eine Beschäftigung finden. Es ist außerdem sehr zu begrüßen, dass die TIWAG in den kommenden fünf Jahren Investitionen im Ausmaß von insgesamt 1,2 Milliarden Euro plant, was ein wichtiges Signal für den Standort Tirol darstellt“, freut sich Landeshauptmann und TIWAG-Eigentümervertreter Günther Platter.

Aktuell laufen die Vorbereitungsarbeiten zur Einrichtung der Großbaustelle im Längental. „Im Vorfeld haben wir sämtliche Amphibien aus dem betroffenen Bereich in neu geschaffene Biotope umgesiedelt. Wertvolle Oberböden wurden abgetragen und für die spätere Rekultivierung gelagert“, informiert der zuständige Bauvorstand Johann Herdina. Im April 2021 sollen im Kühtai dann die schweren Geräte auffahren. Der Abschluss der Bauarbeiten ist bis Ende 2026 geplant.

Übersicht der Hauptbaumaßnahmen

Im Wesentlichen umfasst das Projekt die Errichtung des neuen Speichers Kühtai im hinteren Längental, den Bau eines unterirdischen Pumpspeicherkraftwerks „Kraftwerk Kühtai 2“ sowie die Beileitung mehrerer Bäche aus dem Stubaital und Ötztal:

• Speicher Kühtai: 6,7 Mio. m³ Schüttvolumen Staudamm, Kronenlänge 510 m, Dammhöhe 113 m, 2 km Stollen im zyklischen Vortrieb z.T. mit 80 % Gefälle
• Krafthaus Kühtai 2: 80.000 m³ Kavernenausbruch, 4 km Stollen im zyklischen Vortrieb, gesamte Betonarbeiten für den Ausbau in der Krafthauskaverne
• Beileitung: 25 km Stollen im kontinuierlichen Vortrieb, 2 km Stollen im zyklischen Vortrieb, Errichtung der Wasserfassungen Winnebach und Fernaubach

Die Speicherkapazität der bestehenden Anlage kann durch die Erweiterung um rund 50 Prozent gesteigert werden. Mit dem zusätzlichen Wasser können 216 Mio. kWh pro Jahr mehr Strom erzeugt werden. „Damit wird die Energieunabhängigkeit und die Versorgungssicherheit Tirols unmittelbar gestärkt. Nur mit solchen Speicheranlagen kann die Energiewende in Tirol, in Österreich und auch in Europa erfolgreich umgesetzt werden.“, steht für TIWAG-Vorstandsvorsitzenden Erich Entstrasser fest.

Mehr Informationen: www.erneuerbareplus.at

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