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Tiwag News

Spatenstichfeier beim Erweiterungsprojekt Kraftwerk Kirchbichl

Nach einem intensiven Genehmigungsverfahren und der anschließenden Ausstellung des UVP-Bescheids durch das Amt der Tiroler Landesregierung fiel am 19. Mai der Startschuss für die Bauarbeiten am Erweiterungsprojekt des TIWAG-Innkraftwerks Kirchbichl. Zahlreiche Ehrengäste waren der Einladung zur Spatenstichfeier am Betriebsgelände des Kraftwerks gefolgt.

„Mit diesem Erweiterungsprojekt setzt die TIWAG den nächsten wichtigen Schritt in Richtung einer Energieautonomie unseres Landes“, betonte Landeshauptmann Günther Platter in seiner Festansprache. „Neben der Modernisierung bestehender Anlagen bekennt sich die Tiroler Landesregierung aber auch klar zum Ausbau der Wasserkraft in Tirol. Es liegt in unserer gemeinsamen Verantwortung für kommende Generationen, diese saubere und umweltschonende Energiealternative in Tirol zu forcieren.“

„Seit über 75 Jahren liefert das TIWAG-Innkraftwerk Kirchbichl zuverlässig Strom für Tirol. Im Zuge der Sanierung und Erweiterung können wir die Effizienz der Anlage nachhaltig steigern und zusätzlich ca. 25 Prozent sauberen und regenerativen Strom pro Jahr erzeugen“, erklärte TIWAG-Vorstandsvorsitzender Erich Entstrasser.

TIWAG-Vorstandsdirektor Johann Herdina ergänzte: „Wir investieren mit diesem Projekt rund 110 Millionen Euro großteils in die heimische Wirtschaft. Neben der effizienteren Stromerzeugung bewirkt dieses Vorhaben auch eine ökologische Sanierung der Innschleife. Der Ausbau der bestehenden Kraftwerksanlage wird somit für die kommenden 90 Jahre einen hohen Nutzwert bei geringen Eingriffen in die Umwelt erzielen.“

Zuverlässigkeit seit über 75 Jahren

Das Kraftwerk Kirchbichl wurde zwischen 1938 und 1941 als Laufkraftwerk am Inn errichtet. Aufgrund geänderter rechtlicher und hydrologischer Rahmenbedingungen sowie betriebsbedingter Erfordernisse wird nun eine Reihe von Maßnahmen zur Sanierung und Erweiterung der Anlage umgesetzt. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 110 Millionen Euro. Die Fertigstellung des Gesamtvorhabens ist bis Ende 2020 vorgesehen.

So wird durch Erhöhung der Ausbauwassermenge der Wirkungsgrad der Gesamtanlage weiter optimiert. Dies erfolgt durch die Errichtung des Krafthauses Kirchbichl 2 (inklusive einer weiteren Turbine) sowie eines Dotierkraftwerks, mit dem die Restwasserabgabe auch zur Stromerzeugung genutzt wird. Die Ausbauleistung des Kraftwerks erhöht sich damit von rund 19,4 auf 38 Megawatt (MW), das Jahresarbeitsvermögen steigt auf ca. 165 Gigawattstunden (GWh). Insgesamt können zusätzlich rund 35 Gigawattstunden (GWh) Strom pro Jahr erzeugt werden. Mit dieser zusätzlichen Strommenge können – zum Vergleich – etwa 8.500 Haushalte versorgt werden. 

Gleichzeitig wird die Anlagensicherheit verbessert und die gewässerökologische Durchgängigkeit (Fischwanderhilfe) inklusive Abgabe des erforderlichen Restwassers in der Innschleife nach Vorgaben des Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplans sichergestellt.

Vierjährige Projekthistorie

Am 25. Juli 2013 hatte die TIWAG das Projekt „Sanierung und Erweiterung Kraftwerk Kirchbichl“ beim Amt der Tiroler Landesregierung zur Umweltverträglichkeitsprüfung eingereicht. Nach Überarbeitungen und Projektergänzungen sowie der öffentlichen Auflage erfolgte am 14. November 2016 die öffentliche Verhandlung, bei der keine Einwände gegen das Projekt erhoben wurden. Ende März 2017 wurde der positive UVP-Bescheid erster Instanz durch das Amt der Tiroler Landesregierung ausgestellt, der nun Rechtskraft erlangte.

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