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Tiwag News

Tirol investiert in Elektromobilität

Die E-Mobilität in Tirol nimmt Fahrt auf. LHStv Josef Geisler (Mitte), IKB-Vorstandsvorsitzender Harald Schneider (li.) und TIWAG-Vorstandsvorsitzender Erich Entstrasser setzen auf saubere Mobilität aus heimischer Wasserkraft. Die E-Mobilität in Tirol nimmt Fahrt auf. LHStv Josef Geisler (Mitte), IKB-Vorstandsvorsitzender Harald Schneider (li.) und TIWAG-Vorstandsvorsitzender Erich Entstrasser setzen auf saubere Mobilität aus heimischer Wasserkraft. (Foto: Vandory)

Die Elektromobilität in Tirol ist im Aufwind. Das Land Tirol und die heimischen Energieversorger TIWAG und IKB wollen mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur die Elektromobilität in Tirol weiter forcieren. Bis 2020 soll es in Tirol 1.000 öffentliche Ladepunkte geben.

„Tirol wird e-mobil. In den kommenden drei Jahren wollen wir den Anteil der reinen Elektroautos von derzeit 0,2 auf fünf Prozent des Pkw-Bestandes erhöhen“, verweist Energielandesrat LHStv Josef Geisler auf das kürzlich von der Tiroler Landesregierung verabschiedete Aktionsprogramm E-Mobilität. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Zahl der Elektroautos bei den Neuzulassungen in Tirol 2016 fast verdreifacht. Im vergangenen Jahr wurden 353 E-Autos neu zugelassen. Aktuell sind in Tirol rund 700 Autos rein elektrisch unterwegs. Und es sollen mehr werden.

Ladeinfrastruktur als Schlüssel

„Wir sind überzeugt, dass sich die Elektromobilität aufgrund ihrer vielfältigen Vorteile rasant entwickeln wird und setzen auf den Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur“, so der Energielandesrat. Die Ladeinfrastruktur bezeichnet Geisler als „Schlüssel für den Durchbruch der E-Mobilität“. Die ab März dieses Jahres angebotenen Förderungen des Bundes werden der Elektromobilität zusätzlich Schwung verleihen.

Laut Aktionsprogramm E-Mobilität des Landes sollen in Tirol bis 2020 1.000 öffentliche Ladepunkte zur Verfügung stehen. Derzeit gibt es in Tirol etwa 90 öffentlich zugängliche Ladesysteme mit rund 200 verfügbaren Ladepunkten. „Durch die Initiative der Tiroler Energieversorger wird sich die Zahl der öffentlichen Ladestationen sowie die Attraktivität der E-Mobilität rasch erhöhen“, freut sich LHStv Geisler über den Beitrag zur Erreichung der Energieautonomie im Mobilitätssektor. Ob Gast oder Einheimischer – in Tirol soll niemand Sorge haben, mit einem E-Auto liegenzubleiben.

TIWAG plant Verdoppelung der Standorte

Der Tiroler Landesenergieversorger TIWAG setzt auch 2017 seine E-Mobilitätsoffensive für Tirol fort. Im Ladenetzverbund der TIWAG stehen derzeit 31 interoperable Ladesysteme der TIWAG und ihrer Mobilitätspartner mit rund 90 Ladepunkten zur Verfügung. Für dieses Jahr ist ein weiterer Ausbau der Ladeinfrastruktur mit rund 25 neuen Ladesystemen geplant. Die TIWAG hat damit bis Ende 2017 insgesamt knapp eine Million Euro in den Ausbau der Ladeinfrastruktur investiert. „Unser Ziel ist, möglichst rasch eine bedarfsgerechte flächendeckende Ladeinfrastruktur zu errichten. Mit dem Ausbau 2017 wollen wir unsere bestehende Ladeinfrastruktur annähernd verdoppeln“, erklärt TIWAG-Vorstandsvorsitzender Erich Entstrasser.

Die TIWAG-Ladesysteme verfügen in der Standardausführung über vier Anschlüsse mit einer Maximalleistung von 22,2 kW. Mit dieser am Typ 2-Stecker verfügbaren Ladeleistung kann ein durchschnittliches Elektroauto mit geringer Restreichweite in rund 45 Minuten vollgeladen werden. Die Nutzung ist auch für Nicht-TIWAG-Kundinnen und -Kunden über QR-Code möglich. Die Ladevorgänge werden zählergenau erfasst und monatlich bzw. über Kreditkarte oder PayPal abgerechnet.
Entstrasser: „Unser Strom an den Ladesäulen kommt zu 100 Prozent aus Ökostrom. Damit leisten die Benutzerinnen und Benutzer einen wesentlichen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz.“ So können bereits bei einer Jahreslaufleistung von 15.000 km rund zwei Tonnen CO2 eingespart werden. Zusätzlich betreut die TIWAG selbst eine Flotte von derzeit acht verschiedenen E-Fahrzeugmodellen. In Summe wurden damit bereits rund 240.000 Kilometer zurückgelegt.

Größtes E-Mobilitätsprojekt im Westen  

Auch für die IKB als größtes städtisches Infrastrukturunternehmen in Tirol ist E-Mobilität ein wichtiger Schwerpunkt. „Mit dem Ausbau der Tram/Regionalbahn in Innsbruck realisieren wir gemeinsam mit unserem Tochterunternehmen IVB das derzeit größte E-Mobilitätsprojekt in Westösterreich“, betont IKB-Vorstandsvorsitzender Harald Schneider. 2018 soll die Innsbrucker Straßenbahn in vollem Umfang den Betrieb aufnehmen. Das Investitionsvolumen beträgt rund 397 Millionen Euro.

Darüber hinaus sorgt die IKB in enger Abstimmung mit der Stadt Innsbruck für den Aufbau einer Ladeinfrastruktur für den Individualverkehr. Die IKB betreibt in der Landeshauptstadt mittlerweile 21 Ladepunkte. „Zusätzlich bieten wir diese Dienstleistungen auch unseren Kundinnen und Kunden an. Wir planen und installieren leistungsfähige Ladestationen, die speziell auf die Bedürfnisse und Anforderungen der Kundinnen und Kunden und der Rahmenbedingungen vor Ort angepasst sind. Ob Wallbox oder Standsäule, wir liefern das optimale Modell und montieren es in-house oder im Freien.“

Auch im betriebseigenen Fuhrpark setzt die IKB auf Vorbildwirkung: Derzeit sind zehn E-Fahrzeuge sowie über zehn E-Fahrräder im Einsatz.

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