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Tiwag-News

TIWAG startet Solaroffensive auf Gewerbe- und Industriehallen

TIWAG-Vorstandsdirektor Thomas Gasser (li.), LH-Stv. Josef Geisler und Geschäftsführer Klaus Mair präsentieren die neue 400 kWp starke Photovoltaikgroßanlage am Produktionsgebäude der Geschützten Werkstätte in Vomp.

Die Errichtung von über 4.000 PV-Anlagen hat die TIWAG in den letzten Jahren auf den Tiroler Dächern unterstützt. Zukünftig möchte der Landesenergieversorger auch verstärkt großflächige Anlagen auf Gewerbe- und Industriegebäuden für die Stromerzeugung aus Sonnenenergie nutzen. Ein erstes Referenzprojekt wurde jetzt für die Geschützte Werkstätte Integrative Betriebe Tirol GmbH (GW) umgesetzt. 

Referenzprojekte in Vomp und Imst 

Auf den Dächern der zwei Produktionsstandorte in Vomp und Imst wurde eine Leistung von insgesamt 600 Kilowattpeak (kWp) installiert. Mit einer Jahreserzeugung von 580.000 Kilowattstunden (entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von 165 Haushalten) kann der erzeugte Strom zukünftig direkt genutzt werden. Die Investitionskosten von rund 470.000 Euro wurden von TIWAG getragen und werden über ein Pachtmodell mit produktionsabhängigem Pachtzins abgerechnet.

„Neben der Wasserkraft ist Sonnenenergie die wichtigste erneuerbare Energiequelle, die in Tirol zur sauberen und umweltfreundlichen Stromerzeugung genutzt werden kann“, freut sich auch Landeshauptmannstellvertreter und Energielandesrat Josef Geisler über die neue Initiative. Von den rund 86 Millionen Quadratmetern Dachflächen in Tirol können rund 50 Millionen sinnvoll zur Energieproduktion herangezogen werden: „Viele Gewerbe- und Industriebetriebe haben auf ihren Produktionshallen große Flächen, die derzeit noch komplett ungenutzt sind. Mit dem neuen Angebot der TIWAG können wir hier mit relativ geringem Aufwand einen großen Beitrag für die Erreichung der Tiroler Energieautonomie 2050 leisten“, verweist Geisler auf das Potenzial.

Schon jetzt gehört die TIWAG zu den größten Sonnenstrom-Produzenten in Tirol. „Mit den neuen Großanlagen wollen wir dieses Potential weiter ausbauen. Die TIWAG bietet dabei von der Planung über die Errichtung bis späteren Betrieb ein preislich attraktives Komplettpaket“, betont TIWAG-Vorstandsdirektor Thomas Gasser: „Dieses Pachtmodell für PV-Anlagen ist auch sehr gut für Einrichtungen mit beschränkten Budgetmitteln, z. B. Gemeinden, geeignet. Erste maßgeschneiderte Angebote für Kommunen und Betriebe sind bereits in Ausarbeitung.“ 

GW-Geschäftsführer Klaus Mair ist vom Modell jedenfalls überzeugt: „Die Nachhaltigkeit ist für unser Unternehmen auch bei der Energiegewinnung wichtig. Entsprechend haben wir dieses Pilotprojekt gerne umgesetzt. Immerhin können wir damit unsere Eigenversorgung beträchtlich ausbauen und Kosten sparen. Großer Vorteil dieses Modells gemeinsam mit TIWAG ist, dass GW selbst nicht investieren musste, aber trotzdem günstig Sonnenstrom aus der Produktion vor Ort erhält. “ 

Förderpakete für Privathaushalte bleiben 

Fortgeführt wird unterdessen die TIWAG-Investitionsförderung für die Errichtung von Kleinanlagen mit einer maximalen Leistung von acht (kWp). Der Zuschuss ist mit 400 Euro gedeckelt. Über den Sonnenfonds können über die TIWAG zudem demnächst wieder PV-Anlagen im Leistungsbereich von vier bis zwanzig kWp schlüsselfertig bestellt werden. 2020 wurden die ersten Anlagen bei Privatkunden montiert, heuer wird die Initiative fortgesetzt.

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