Wenn Wind und Sonne Pause machen, liefern unsere Speicher erneuerbare Energie für unser Land.
Tirol ist bestens aufgestellt, wenn es um eine stabile Stromversorgung geht. Unsere modernen Speicher- & Pumpspeicherkraftwerke sorgen dafür, dass jederzeit ausreichend Energie verfügbar ist – auch in herausfordernden Zeiten.
99,9 % Versorgungssicherheit
Tirol zählt international zur Spitze – dank leistungsstarker Speicher.
Speicher & Pumpspeicher sind grüne Batterien
Sie liefern Energie flexibel und auf Knopfdruck – auch in sogenannten Dunkelflauten.
Sicher auch im Notfall
Speicher & Pumpspeicher helfen, das Stromnetz nach einem Ausfall wieder aufzubauen.
Pumpspeicherkraftwerke funktionieren wie riesige Batterien. Herrscht ein Überangebot an Strom im Netz kann dieser dafür genutzt werden, um Wasser aus einem tiefergelegenen Speichersee in einen höhergelegenen zu pumpen. Wird Strom gebraucht, fließt Wasser wieder nach unten und treibt Turbinen an – so entsteht sofort wieder Energie. Damit können Versorgungsengpässe vermieden und für einen schnellen Ausgleich gesorgt werden.
Es gibt Zeiten, in denen weder ausreichend Sonne scheint noch Wind weht. Diese sogenannten „Dunkelflauten“ führen dazu, dass Photovoltaik- und Windkraftanlagen wenig Strom liefern.
Ein Beispiel: Zwischen Oktober 2025 und Februar 2026 gab es in Österreich eine längere Phase mit besonders wenig erneuerbarer Stromproduktion aus Wind und Sonne. In genau solchen Situationen kommen Pumpspeicher zum Einsatz. Sie liefern flexibel Energie, wenn sie gebraucht wird – und gleichen Schwankungen im Stromnetz aus.
Ein Beispiel zeigt die Leistungsfähigkeit moderner Speicher besonders deutlich: Das geplante Pumpspeicherkraftwerk Versetz im Platzertal könnte im Fall einer Dunkelflaute alle Tiroler Haushalte bis zu zwei Wochen lang mit Strom versorgen.
Wie funktioniert ein Pumpspeicherkraftwerk?
Ein Pumpspeicherkraftwerk besteht aus zwei Speicherbecken – einem höher gelegenen und einem tiefer gelegenen Becken – sowie dem Pumpspeicherkraftwerk selbst. Das gespeicherte Wasser des Oberbeckens wird im Turbinenbetrieb zur Stromerzeugung genutzt. Bei Stromüberschuss im Netz (z. B. durch starkes Windaufkommen) wird im Pumpbetrieb das Wasser vom Unterbecken zurück ins Oberbecken befördert, um es zu einem späteren Zeitpunkt erneut abzuarbeiten. Pumpspeicherkraftwerke spielen daher eine wichtige Rolle bei der Stabilisierung des Stromnetzes. Das Pumpspeicherkraftwerk Kühtai ist ein typischer Vertreter dieses Kraftwerkstyps.
Wie lange können Speicher und Pumpspeicher solche Lücken füllen, wenn es zu wenig Strom aus Wind & Sonne gibt?
Moderne Speicher- und Pumpspeicherkraftwerke der TIWAG – wie das sich derzeit in der finalen Bauphase befindliche Projekt im Kühtai sowie das geplante Ausbauprojekt im Kaunertal – sind so ausgelegt, dass sie im Extremfall, unter Berücksichtigung der jahreszeitlich schwankenden Zuflüsse, über mehrere Tage bis hin zu wenigen Wochen Energie bereitstellen können und damit einen wesentlichen Beitrag zur Überbrückung von Dunkelflauten leisten. Batteriespeicher werden heute meist so ausgelegt, dass sie Energie nur für wenige Stunden speichern und wieder abgeben können, weshalb ihr Beitrag bei längeren Dunkelflauten vergleichsweise begrenzt ist.
Wer entscheidet bei Pumpspeicher-Kraftwerken eigentlich, wann das Waser nach oben gepumpt und gespeichert wird und wann es wieder nach unten zu Energieerzeugung fließt? Ist das ein Mensch, der auf einen Knopf drückt?
Die Entscheidung, ob Wasser hochgepumpt oder zur Stromerzeugung genutzt wird, trifft letztlich immer ein Mensch: Fachleute bewerten Wetter- und Zuflussprognosen, Anlagenverfügbarkeiten sowie Strombedarf und -angebot in Tirol, Österreich und Europa. Dabei unterstützen modernste Systeme die Analyse, die Verantwortung und die finale Entscheidung liegen jedoch bei den ExpertInnen, um im europäischen Strommarkt volkswirtschaftlich sinnvoll und wertschöpfend für Tirol zu handeln.
Wie entstehen Schwankungen im Stromnetz?
Stromproduktion und -verbrauch müssen jederzeit ausbalanciert sein. Gerät das System ins Ungleichgewicht, kann es zu nicht zu verantwortenden Netzbelastungen, Schäden an elektrischen Geräten und sogar Stromausfällen bis hin zum Blackout kommen. Schwankungen entstehen zum Beispiel, wenn plötzlich mehr Strom gebraucht wird oder wenn Kraftwerke, Wind- oder Solaranlagen kurzfristig weniger oder mehr Strom liefern als geplant.
Welchen Stellenwert hat der Pumpspeicher Versetz für das künftige Energiesystem?
Der Pumpspeicher Versetz ist ein Leitprojekt für die nationale Energiewende und spielt eine bedeutende Rolle für das künftige Energiesystem, in dem wir nicht nur deutlich mehr Energie, sondern auch eine hohe Flexibilität bei der Stromerzeugung und -speicherung benötigen. Im Betrieb kann der Pumpspeicher Versetz dank seiner Speicherfunktion mehr als 1 TWh Strom pro Jahr überwiegend aus volatilen Energiequellen (Photovoltaik und Windkraft) ins Netz einspeisen. Dabei vereint er die drei wesentlichen Elemente für die Energiezukunft: Erzeugung, Verteilung und Speicherung – und das unter Nutzung der spezifischen Tiroler Standortvorteile.