Seit dem offiziellen Spatenstich im vergangenen Oktober laufen die Arbeiten am neuen TIWAG-Kraftwerksprojekt Innstufe Imst-Haiming auf Hochtouren. Wesentlicher Bestandteil des Projekts ist der 14 km lange unterirdische Triebwasserweg, der über ca. 10,5 km von Haiming bis zur Innquerung beim Bahnhof Imst-Pitztal mittels Tunnelbohrmaschine aufgefahren wird und die nun offiziell den Namen „HAIMO“ trägt.
Die Idee stammt von den SchülerInnen der Klasse 3b der Volksschule Haiming, die in Klassenarbeit eine ganze Reihe an kreativen Vorschlägen gesammelt hatten. Die öffentliche Abstimmung erfolgte über die TIWAG-Homepage, in einem knappen Rennen setzte sich „HAIMO“ gegen „Bohrtschi“ und „Steinbeißer“, die es ebenfalls in die Endauswahl geschafft hatten, durch.
„Mit so einem tollen Namen kann der Vortrieb nur erfolgreich verlaufen“, freut sich TIWAG-Vorstandsdirektor Alexander Speckle mit den SchülerInnen über die kreativen Ideen und die gelungene Namensfindung. „Die große Begeisterung der Kinder bei ihrer Mitarbeit zeigt, wie sehr das Projekt auch in der Region verankert ist. Mit der Umsetzung tragen wir nicht nur zur Energieunabhängigkeit Tirols mit sauberem, erneuerbarem Strom bei, sondern schaffen auch Arbeitsplätze und Wertschöpfung direkt in der Region.“
Wasserkraft doppelt genutzt
In den kommenden drei Jahren wird sich „HAIMO“ von der Kraftwerksbaustelle in Haiming bis zur Innquerung bei Imst durch den Fels vorarbeiten und den Druckstollen mit einem Durchmesser von 8,2 m auffahren. Der Teil des Tunnelvortriebs von Imsterberg bis zur Innquerung erfolgt zusätzlich im konventionellen Vortrieb.
Die Innstufe Imst-Haiming ist als sogenanntes Ausleitungskraftwerk konzipiert, das die bereits im bestehenden TIWAG-Kraftwerk Prutz-Imst abgearbeitete Wassermenge noch einmal zur Stromgewinnung nutzt. Das Triebwasser wird dazu von Imsterberg nach Haiming geleitet, um dort in einem unterirdischen Kavernenkraftwerk mittels zweier hocheffizienter Francis-Turbinen rund 252 Mio. kWh pro Jahr an erneuerbarem Strom zu erzeugen und jährlich 188.000 Tonnen CO2e einzusparen. Das erneut genutzte Wasser wird schließlich über ein neues Ausgleichsbecken bei Haiming schonend in den Inn zurückgeführt. Damit wird die Schwallsituation im Fluss deutlich und nachhaltig verbessert.
TIWAG investiert 680 Mio. €
Die Bauzeit ist mit rund fünf Jahren veranschlagt, die Inbetriebnahme des Kraftwerks 2030 vorgesehen. TIWAG investiert in die Umsetzung des Projekts rund 680 Mio. Euro und trägt damit auch entscheidend zur Wertschöpfung in Tirol bei. Bis 2030 wird TIWAG insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro in den Ausbau der Wasserkraft in Tirol investieren.
Mehr Informationen unter www.erneuerbareplus.at
Im Bild: TIWAG-Vorstandsdirektor Alexander Speckle (l.) und TIWAG-Bauleiter Johannes Pircher mit den siegreichen Schülerinnen und Schülern der 3b mit Klassenlehrer Michael Thurner (r.). (Fotonachweis: TIWAG/Oss)