28.05.2026

TIWAG-Bilanz 2025: Günstigster Energiepreis, Rekordinvestitionen, faire Dividende

In einem von geopolitischen Unsicherheiten und volatilen Energiemärkten geprägten Umfeld behauptet sich die TIWAG auch im Geschäftsjahr 2025 als stabiler und verlässlicher Energieversorger.

Das Konzernergebnis liegt nach dem außergewöhnlich starken Vorjahr um 7,7 Prozent darunter, der Umsatz bleibt mit 1,818 Mrd. Euro (2024: 1,978 Mrd. Euro) auf konstantem Niveau. TIWAG bietet zudem den aktuell günstigsten Energiepreis aller Landesenergieversorger. Der neue TIWAG-Vorstandsdirektor Michael Kraxner präsentierte dem Aufsichtsrat dabei gleichzeitig ein noch nie zuvor dagewesenes Investitionspaket. Mit Investitionen von insgesamt 574 Mio. Euro setzt die TIWAG ein klares Signal für Versorgungssicherheit, regionale Wertschöpfung und Energieunabhängigkeit. „Ein wesentlicher Teil davon floss in die Großprojekte Kühtai und Tauernbach-Gruben, die noch im Laufe des Jahres fertiggestellt werden, sowie in das aktuell laufende Kraftwerksprojekt Imst-Haiming“, berichtet der für die Bauvorhaben zuständige TIWAG-Vorstand Alexander Speckle. Zudem kommt es zu einer Dividendenausschüttung an das Land Tirol in Höhe von 150 Mio. Euro.

Günstigster Anbieter beim Strom und Gas

„TIWAG hat in einem schwierigen Umfeld erneut sehr robust gewirtschaftet“, freut sich Vorstandsdirektor Michael Kraxner: „Während unsere Eigenproduktion den wetterbedingt üblichen Schwankungen unterliegt, konnten wir im Bereich Stromhandel sehr gut performen und damit seine stabile Basis für ein gutes Ergebnis sowie besonders günstige Strompreise für unsere Tiroler Kundinnen und Kunden bilden.“ Das mit 1. April neu eingeführte TIWAG-Stromprodukt sichert dabei den günstigsten Strompreis bis 2028. „Diese Preisgarantie ist einzigartig in Österreich und bedeutet für unsere Kundinnen und Kunden Planungssicherheit“, so Kraxner: Auch beim Gas kommt es mit 1. Juli zu einer nächsten Preissenkung. „Damit können wir auch hier den günstigsten Tarif aller Landesversorger anbieten.“ Mit insgesamt 300.000 KundInnen bei Strom und Gas ist die TIWAG-Gruppe der klare Marktführer in Tirol.

„Diese Preisführerschaft ist nicht zuletzt aufgrund einer vorausschauenden Beschaffung möglich. Die Eigenproduktion würde vor allem in den Wintermonaten nie ausreichen, um unsere Kundinnen und Kunden günstig und verlässlich zu versorgen“, betont Kraxner: „Daher ist es auch dringend notwendig, weiterhin in den Ausbau und die Energieunabhängigkeit Tirols zu investieren.“ Dafür plant der Landesenergieversorger bis 2030 ein ehrgeiziges Bauprogramm von rund 2,5 Mrd. Euro. „Wir können das nicht aus eigener Finanzkraft stemmen und müssen uns hier an den Kapitalmärkten bedienen“, erklärt dazu der TIWAG-Vorstandsdirektor. 2025 wurden dafür 155 Mio. Euro an Fremdkapital aufgenommen. Damit beträgt die aktuelle Nettoverschuldung 1,056 Mrd. Euro bei einer weiter steigenden und sehr stabilen Eigenkapitalquote von 49,9 Prozent.

Kraxner stellt klar, dass der wirtschaftliche Erfolg untrennbar mit der Versorgungsaufgabe der TIWAG verbunden ist: „Unser Ergebnis ist kein Selbstzweck, sondern die Voraussetzung dafür, dass wir konsequent in Versorgungssicherheit, Infrastruktur und Energieunabhängigkeit investieren können. Alles, was wir erwirtschaften können, setzen wir entweder für Investitionen ein, ermöglichen unseren Kundinnen und Kunden günstigste Energiepreise oder geben es durch die Dividende ans Land und somit für Vorhaben im Sinne der Tirolerinnen und Tirolern weiter.“ Die aktuellen internationalen Entwicklungen unterstreichen die strategische Bedeutung eigener flexibler Energiequellen. „Die vergangenen Jahre und besonders die letzten Monate haben gezeigt, wie verletzlich Energiesysteme sein können. Unser klarer Auftrag ist es daher, Tirol Schritt für Schritt unabhängiger von externen Einflüssen zu machen“, betont Kraxner. Die TIWAG setzt dabei konsequent auf den Ausbau der Wasserkraft, die Stärkung der Netzinfrastruktur sowie zusätzliche erneuerbare Erzeugungs- und Speicherkapazitäten.

Rekordinvestitionen für Tiroler Unabhängigkeit

Der Investitionshöchststand von 2025 mit 574 Mio. Euro wird 2026 voraussichtlich nochmal getoppt: Für 2026 sind Ausgaben von 585 Mio. Euro vorgesehen. Der überwiegende Anteil davon fließt in die Bereiche Wasserkraft und Netze. Aber auch der weitere Ausbau der Fernwärmeschiene in der Inntalfurche inkl. neuem Biomasse-Heizwerk in Kematen sowie eine Offensive für E-Ladeinfrastrukturen, hinsichtlich erneuerbarer Gase (Biogas und Wasserstoff) sowie weitere Vertiefungen im Bereich Windkraftbetrieb stehen dabei am Plan. „Mit diesen Rekordinvestitionen ist die TIWAG nicht nur der Motor der Tiroler Energiewende, sondern leistet damit auch einen großen Beitrag für Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Tirol und das in einer wirtschaftlich herausfordernden Zeit“, erklärt TIWAG-Aufsichtsratsvorsitzender Eduard Wallnöfer.

Neben Energieversorgung und Infrastruktur stärkte die TIWAG auch ihre gesellschaftliche Verantwortung. 2025 wurden im Rahmen einer neuen Sponsoringoffensive über 350 Vereine, Projekt und Institutionen unterstützt. Die Nachwuchsarbeit wurde dabei von TIWAG besonders stark unterstützt.