TIWAG-Vorstandsdirektor Michael Kraxner hat die Vereinbarung mit der niederösterreichischen Windkraft Simonsfeld AG in Umsetzung gebracht. Diese betreibt insgesamt 94 Windkraftwerke in Österreich mit einer Jahresproduktion von 653 Mio. kWh und zählt damit zu den größten Windstromproduzenten in Österreich. Von den vereinbarten vier Windparks hat TIWAG vorerst drei Anlagen mit elf Windrädern in den Gemeinden Poysdorf, Wilfersdorf und Hauskirchen in die Windenergiebewirtschaftung übernommen. Bis Jänner 2027 folgt der vierte Windpark, dann sind es insgesamt 17 Windräder.
„Die Wasserkraft ist das zentrale Standbein der Energieproduktion in Tirol. Es ist sinnvoll und wichtig, den Ausbau der Wasserkraft – insbesondere mit Speicherkapazitäten – voranzutreiben und das Portfolio mit winterlastigen Erzeugungsprofilen wie der Windkraft zu erweitern“, steht für Michael Kraxner fest: „Jede Region soll dabei seine Stärken nützen. Tirol ist aufgrund des Wasservorkommens und der Höhenunterschiede prädestiniert für die Wasserkraft. TIWAG hat in diesem Bereich eine hundertjährige Expertise aufgebaut. Bei der Windkraft bietet sich hingegen die Zusammenarbeit mit Profis an, zumal TIWAG in Sachen Windkraft bis dato keine Erfahrung hat.“
Markus Winter, Technikvorstand der Windkraft Simonsfeld AG, ergänzt: „Wir haben mit anderen Energieversorgern schon ähnliche Modelle umgesetzt. Wind und Wasserkraft sind starke Partner der Energiewende, da sich die Saisonalität der Erzeugung ideal ergänzt und flexible Speicherkraftwerke gut geeignet sind, Schwankungen in der Winderzeugung auszugleichen.“ Michael Kraxner schließt daher weitere Windkraftprojekte nicht aus und ergänzt, dass die hier gewonnenen Erkenntnisse auch in mögliche Kooperationen bei tragfähigen Projekten in Tirol einfließen können.
Die von TIWAG vertraglich in das Energieportfolio übernommenen Windkraftanlagen in Niederösterreich weisen eine Gesamtleistung von 48 MW auf und haben eine Planproduktion von 120 GWh. Damit können rund 34.000 Haushalte versorgt werden. Der Strom wird in das TIWAG-Portfolio integriert und steht damit auch den Tiroler KundInnen künftig zur Verfügung. Damit schlägt der Landesenergieversorger einen neuen Kurs ein: „Gerade in Zeiten wie diesen müssen wir die eigenen Ressourcen noch stärker nutzen und ausbauen. Dazu gehört neben dem massiven Ausbau der Wasserkraft und der Integration von Photovoltaikanlagen auch die Windkraft“, so Kraxner. Die neue Diversifikation soll dazu beitragen, die Versorgungssicherheit weiterhin zu gewährleisten und den Tiroler Strompreis leistbar zu halten.
Im Bild: Frischer Wind für die Energiewende: TIWAG-Vorstandsdirektor Michael Kraxner hat ein Engagement mit vier Windparks in Niederösterreich besiegelt. Damit fließt künftig auch Windstrom in die Tiroler Steckdosen. (Foto: TIWAG/Berger)