Energiesparen im Alltag – Tipps und Tricks:

Vor dem Hintergrund der gegenwärtig angespannten Lage im Energiesektor hat die TIWAG-Gruppe in den vergangenen Monaten im Rahmen ihrer Möglichkeiten alle notwendigen Schritte gesetzt, um die Versorgungssicherheit mit Strom, Gas und Wärme im kommenden Herbst und Winter bestmöglich zu gewährleisten. Jede bzw. jeder Einzelne kann einen aktiven Beitrag leisten, in dem schon jetzt Maßnahmen zum Energiesparen ergriffen werden. Energiesparen trägt nicht nur zur Versorgungssicherheit bei, sondern entlastet natürlich auch die private Geldbörse. Daher wollen wir Ihnen hier wertvolle und vor allem einfache Tipps zum effizienten Energiesparen zur Verfügung stellen.

Multimedia

Computer

Tipps für den Geräte-Neukauf:

  • Produktvergleich
  • Auszeichnung mit dem Energie-Star-Label
  • Notebooks sparsamer als Standgeräte​

Energiespartipps:

  • Bildschirm ausschalten, keine Bildschirmschoner verwenden
  • Vollständiges ausschalten: PC herunterfahren, Hauptschalter bzw. Steckerleiste ausschalten
  • Energiesparfunktionen nutzen
  • Helligkeitsanpassung an die Umgebungshelligkeit
  • Zusatzfunktionen fressen Strom, Lautsprecher, Webcams etc. abschalten
  • Zeitschaltuhren verwenden bzw. einbauen
  • Egal ob Computer oder Mobiltelefon – sind Geräte aufgeladen, bitte das Ladegerät vom Netz nehmen
  • Scanner oder Drucker werden in den meisten privaten Haushalten nur wenig genutzt - nehmen Sie diese erst ans Netz, wenn sie tatsächlich benötigt werden

TV & Monitore​

Energiespartipps:

  • TV-Geräte bevorzugt mit LED-Panel kaufen
  • Größe und Ausstattung sagt nicht immer alles: Achten Sie auf das Energielabel
  • Kaufen Sie A- oder B-Geräte
  • Energieeffiziente Geräte weisen eine Leistungsaufnahme von ca. 40 bis 60 Watt bzw. ca. 30 bis 40 Watt auf
  • Der Stromverbrauch des Geräts hängt hauptsächlich von der Größe der Bildschirmdiagonale ab
  • Achten Sie bei Media-Receivern auf den ausgewiesenen Energieverbrauch
  • Entscheidend ist, ob die Geräte über echte Ausschalter verfügen. Ist dies nicht der Fall, läuft das Gerät nach dem Ausschalten im Stand-by-Modus weiter
  • Das Streamen von Filmen und Serien verbraucht sehr viel Energie, vor allem bei hoher Bildauflösung. Wenn Sie eine Bildauflösung von 720 Pixel statt einer HD-Auflösung oder nur ein Tablet nutzen, senken Sie den Energieverbrauch

Stand-by

Sag bye bye zu Stand-by

Es gibt Geräte, die ständig „unter Strom“ stehen, ohne dass Sie es wahrscheinlich bemerken. Dies ist dann der Fall, wenn diese Geräte nicht über einen mechanischen Netzschalter verfügen. Am einfachsten und am sichersten können Sie diese Stand-by-Problematik mit Hilfe einer Steckerleiste „ausschalten“.  Auch Stecker mit Zeitschaltfunktion sowie Vorschaltgeräte (Vorrichtungen zur Strombegrenzung) sind nützliche Helfer.

Informieren Sie sich am Besten bereits beim Kauf elektronischer Geräte über die Stand-by- bzw. Sleep-Funktion. Die Stromspar-Plakette kennzeichnet Geräte, die über einen Netzschalter verfügen. So genannte Auto-Off-Schalter oder Ökoschalter trennen das Gerät nach einer bestimmten Betriebsbereitschaft automatisch vom Netz.

Wussten Sie, dass allein für die Erzeugung des gesamten Stand-by-Stromverbrauchs in Österreich ein Kraftwerk mit einer Leistung von 150 Megawatt (MW) erforderlich ist? Zum Vergleich: Das Speicherkraftwerk Achensee schafft 79 MW.

Beleuchtung

Halogen und LED

Herkömmliche Glühlampen „verheizen“ rund 95 % ihrer Gesamtleistung. Lediglich 5 % werden tatsächlich in sichtbares Licht umgewandelt. Die Alternative? LED. Nicht nur, dass die Lichtausbeute größer ist als bei herkömmlichen Glühlampen, sie verbrauchen etwa 90 % weniger Strom und haben eine bis zu 20-fache Lebensdauer!

Wenn man sich die Mühe macht, sämtliche Glüh- und Halogenlampen zu zählen, die sich im Haushalt befinden, so erkennt man sehr schnell, welches enorme Einsparpotenzial hier schlummert.

Bitte beachten: Halogenspots sind vor allem bei Schreibtischlampen und im Kinderzimmer fehl am Platz. Ihre hohe UV-Abstrahlung und die enorme Hitzeentwicklung bergen Gefahren beim Gebrauch. Halogenlampen sind keine Energiesparlampen.

Stromspartipps für die Beleuchtung​

  • Schalten Sie das Licht nur an, wenn Sie es benötigen und aus, wenn Sie das Zimmer verlassen
  • Kauf von LED Lampen bevorzugen
  • Bei Halogenbeleuchtung auch die Trafos abschalten bzw. schaltbare Steckerleisten verwenden
  • Unnötige Lichter ausschalten
  • Lumen-Angaben beim Kauf beachten
  • Lumen (lm) gibt die Lichtleistung an, also wie hell eine Lampe ist
  • Kauf von A- oder B-Produkten (Energielabel)
  • Nutzen Sie drinnen und draußen Bewegungsmelder – das Licht wird automatisch abgeschaltet, wodurch Energie gespart wird

Haushaltsgeräte

Kühlen, Gefrieren

Kühlschränke gehören zu den Stromfressern im Haushalt. Deshalb sollte vor allem auf die Effizienzklasse geachtet werden. Gefriergeräte sollten nicht zu groß gekauft werden.

Pro Person kann mit einem Nutzinhalt von 80 bis 100 Litern gerechnet werden. Gefriertruhen sind energiesparender als Gefrierschränke.

Heizkörper, Herde, Wasch- oder Spülmaschinen sollten nicht direkt neben einem Kühlgerät stehen, da Ihre Abstrahlungswärme den Verbrauch beim Kühlen zusätzlich erhöht. Aber auch ein zu geringer Abstand zur Wand kann einen Wärmestau erzeugen und somit den Energiebedarf erhöhen.

Tipps:
  • Gerät nicht zu kalt einstellen (6 Grad bei Kühlschrank und -18 Grad bei Gefrierschrank)
  • Keine warmen Speisen in den Kühlschrank geben
  • Türdichtungen kontrollieren (viel Eis weist auf Undichtigkeit hin)
  • Bei Einbaugeräten Lüftungsgitter frei halten und regelmäßig reinigen
  • Kühl- und Gefriergeräte möglichst an einem kühlen Ort aufstellen, vor allem nicht neben Herd oder Heizkörper
  • Das Tiefkühlfach bitte regelmäßig abtauen – 1 cm Eisschicht bedeutet 10 bis 15 % mehr Stromverbrauch

Waschen, Trocknen

Bei Waschmaschinen wird der Großteil der Energie zur Aufheizung des Waschwassers benötigt. Falls Sie schon eine solare Wasseraufbereitung oder eine Wärmepumpe besitzen, können Sie den Spareffekt optimieren. Vorausgesetzt, Ihr Gerät ist für den Anschluss mit Warmwasser geeignet.

Sparen können Sie auch durch das geeignete Fassungsvermögen. Prüfen Sie daher genau, ob Ihre Waschmaschine auch zu Ihrer Haushaltsgröße passt! Achten Sie darauf, dass die Waschmaschine mit einer Mengenautomatik ausgestattet ist. In diesem Fall wird die Wassermenge immer der Waschmenge angepasst. Ist dies nicht der Fall, dann hilft als Alternative eine Energiespartaste.

Der Härtegrad des Wassers hat keine Auswirkung auf den Stromverbrauch, sehr wohl jedoch auf die Wahl und die erforderliche Menge des Waschmittels.

Trocknen: 
  • Lufttrocknen: Wäsche an der frischen Luft trocknen
  • Vollladen: Geräte immer voll beladen, nur so ist es effizient
  • Gut schleudern: Wäsche gut schleudern – mind. 1400 Umdrehungen/min
  • Trocknerstufe: bügeltrocken wählen, Wäsche lose in Trockner geben
  • Aufstellraum gut durchlüften, Wäsche trocknet besser
  • Kombinierte Wasch-Trocknergeräte sind weniger effizient als zwei getrennte Geräte
  • In der Regel sind 60 Grad bzw. 30/40 Grad für die meisten Kleidungsstücke ausreichend und energiesparender als Kochwäsche

Geschirr spülen

Beim Spülen benötigt die Warmwasseraufbereitung am meisten Energie.

Für normal verschmutztes Geschirr reicht ein Spülprogramm mit 50 Grad.

Beherzigen Sie folgende Tipps:
  • Der Geschirrspüler ist sparsamer als von Hand spülen
  • Geschirrspüler nur vollgefüllt einschalten
  • Geschirr vorher nur kalt abspülen
  • Energiespar-, Umwelt oder eco-Programm nutzen
  • Wenn Sie eine Solarwärme-Anlage haben, ist die Anschlussmöglichkeit des Geschirrspülers an die Warmwasserleitung überlegenswert. Damit kann der Stromverbrauch etwa auf die Hälte reduziert werden

Kochen, Backen

Tipps:

  • Sie können den Herd oder Ofen ohne weiteres ca. zehn Minuten vor Ende der Garzeit ausschalten. Die Restwärme ist ausreichend, damit die Mahlzeit fertig gekocht wird. Wenn ihr Backofen schnell warm wird, kann auch auf das Vorheizen verzichtet werden. Dadurch können bis zu 20 % Energie gespart werden.
  • Die Topfgröße sollte immer zur verwendeten Kochplatte passen und es sollte ein Kochdeckel verwendet werden
  • Verwenden Sie um Wasser zu erhitzen einen Wasserkocher, dieser ist effizienter als ein Herd
  • Verwenden Sie beim Backen die Heißluftfunktion statt Ober- und Unterhitze. Durch die gleichmäßige Verteilung der warmen Luft arbeitet das Backrohr effizienter.

Heizen

Die richtige Balance

  • ​Ideale Raumtemperatur: Im Wohnzimmer sind 21 Grad ausreichend, im Schlafzimmer etwa 18 bis 20 Grad. Zimmerpflanzen tragen ganz natürlich zu einem angenehmen Raumklima bei.
  • Keinen Strom (ver)heizen: Mobile elektrische Geräte wie Heizlüfter, Radiatoren oder Heizstrahler sind als Alternative für die Raumklimatisierung ungeeignet. Diese sind in der Regel nicht für den Dauerbetrieb, sondern nur für gelegentliche Nutzung ausgelegt und verursachen sehr hohe Stromkosten!​
  • Lüfte lieber richtig: Öffnen Sie die Fenster für ein paar Minuten weit und in mehreren Zimmern (Querlüften). Die Thermostatventile an den Heizkörpern währenddessen natürlich schließen.
  • Entlüftet und sauber: Spätestens wenn störende Geräusche wahrnehmbar sind, sollten Heizkörper mal wieder entlüftet werden. Wenden Sie sich dazu an einen Installateur oder Heizungsfachmann. Auch eine dicke Staubschicht mindert die Wärmeleistung.
  • Heizkörper nicht verdecken: Lange Vorhänge, Kästen oder die Wohnzimmercouch vor dem Heizkörper reduzieren die Wärmeabgabe deut-lich.
  • Kühl bleiben: Zimmer, Gästeräume oder Keller die kaum benutzt werden, müssen nicht oder nur geringfügig beheizt werden.
  • Effizient Wäsche trocknen: Feuchte Wäsche im Heizraum ist kontraproduktiv. Die Luftfeuchtigkeit steigert den Energieverbrauch noch zusätzlich​.

Welcher Stromverbrauch ist "normal"?                

Nebenstehende Durchschnittswerte geben Ihnen Auskunft darüber, wieviel Kilowattstunden Haushalte pro Jahr benötigen. 

Tipp: Stromverbrauch ermitteln!

Eine monatliche Selbstablesung des Stromzählers bringt erhellende Einblicke in Ihren Stromverbrauch. Um einen plötzlichen Mehrverbrauch sofort zu erkennen und gegenzusteuern, hilft die Ermittlung des Monatsverbrauchs. Damit erfassen Sie Ihre Verbrauchskurve. Denn nach einem Jahr, wenn die nächste Stromrechnung kommt, ist eine Verbrauchsdifferenz „außer Plan“ nicht mehr nachzuvollziehen. Mit der Umstellung auf die neuen Smart Meter wird das Ablesen in Zukunft auch noch wesentlich einfacher, digitaler und genauer.

Weiterführende Websites:
www.topprodukte.at
www.energie-tirol.at


Energiesparen, um Ressourcen zu schonen

Wir alle nutzen Energie – tagtäglich! Der Umwelt und auch Ihrem Geldbeutel zuliebe ist es wichtig, Energie möglichst effizient  einzusetzen und unnötige „Stromfresser“ zu vermeiden. Tatsächlich ver(sch)wenden wir nach wie vor unnötig viel Energie, dabei sind uns die Auswirkungen nicht wirklich bewusst. Oder doch? Warum gehen wir dann nicht sorgsamer mit unseren wertvollen Ressourcen um? Dabei können Sie bei sich zu Hause sehr viel Energie und damit Geld sparen.

Wir alle sind dazu aufgerufen, uns mit dem Thema „Energiesparen“ auseinander zu setzen. Denn sowohl im Kampf gegen den Ausstoß klimaschädlicher Luftschadstoffe als auch im Bemühen um einen sparsamen Stromverbrauch zählt jede/r Einzelne!

Einheitlich und informativ: Das Energielabel

Schon vor dem Kauf erfahren Sie, wie energieeffizient Ihr zukünftiges neues Elektrogerät sein wird. Mithilfe des QR-Codes im rechten oberen Eck erhalten Sie sogar ganz einfach Zugang zu weiteren wissenswerten Produktdetails. 

Detaillierte Erläuterungen zu allen aktuellen Energielabels finden Sie hier:
https://tool.label2020.eu/at

TIWAG spart mit ​

Die gesamte TIWAG-Gruppe geht hier mit gutem Beispiel voran und reduziert den eigenen internen Energieverbrauch. Im Rahmen des Maßnahmenpakets wird beispielsweise ab sofort die Außenbeleuchtung an Betriebsanlagen und Gebäuden der TIWAG-Gruppe auf ein (sicherheitsbedingt) notwendiges Minimum reduziert. Auch werden die Büroräumlichkeiten noch im laufenden Sommer nicht mehr unter 25 Grad klimatisiert. Im Winter hingegen wird die Raumtemperatur auf 19 Grad abgesenkt. Zudem werden die MitarbeiterInnen über interne Informationskanäle motiviert, mit verschiedenen, vermeintlich kleinen Schritten noch bewusster Energie zu sparen.​